Sicher im Netz

Kinder sicher im Internet begleiten

Kinder sicher im Internet zu machen gelingt nicht über möglichst viele Sperren, sondern über Verstehen und Begleiten. Sie müssen kein Technik-Profi sein. Hier bekommen Sie einen ruhigen Überblick über die wichtigsten Themen, jedes kurz erklärt und mit der passenden Lektion, die Ihr Kind selbst durcharbeiten kann.

Die Haltung dahinter

Begleiten wirkt länger als sperren.

Filter und Verbote enden an der nächsten Haustür, am Pausenhof, am Handy der Freunde. Was Ihr Kind wirklich schützt, ist ein inneres Schutzprogramm: Risiken erkennen, Grenzen setzen und im Zweifel zu Ihnen kommen. Genau das übt MindLaunch in kurzen Lektionen ein. Die Themen unten sind die Bausteine dieses Schutzprogramms. Sie müssen nicht alle auf einmal angehen, ein Baustein pro Woche reicht.

Die wichtigsten Themen

Fünf Bausteine für ein sicheres Kind im Netz.

Starke Passwörter

Ein gutes Passwort ist das Schloss an der Haustür des digitalen Lebens. Kinder wählen oft den Namen des Haustiers oder das Geburtsjahr, das ist schnell geraten. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie aus einem kleinen Satz ein langes, merkbares Passwort wird, und dass jedes wichtige Konto sein eigenes braucht. In der Lektion „Starke Passwörter bauen“ übt Ihr Kind das Schritt für Schritt.

Betrug und Phishing erkennen

Gewinnversprechen, gefälschte Nachrichten, Links, die zum schnellen Klicken drängen: Betrug im Netz funktioniert über Neugier und Zeitdruck. Kindern hilft eine einfache Regel: Wenn etwas zu schön klingt oder zur Eile drängt, erst den Eltern zeigen. Wie so ein Köder aussieht und woran man ihn erkennt, zeigt die Lektion „Phishing, der Trick mit dem Köder“.

Der Klassenchat

Der Klassenchat ist für viele Kinder der erste eigene Gruppenraum, und dort entstehen die ersten Konflikte. Ein falsch verstandener Spruch, ein weitergeleitetes Bild, plötzlich ist die Stimmung gekippt. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiß, wie man freundlich bleibt, wann man besser schweigt und wo es Hilfe holt. Darum geht es in der Lektion „Cybermobbing im Klassenchat“. Wenn es doch einmal zu Mobbing kommt, hilft der ruhige Leitfaden „Cybermobbing, was Sie tun können“. Und wann ein Kind für den ersten Messenger bereit ist, klärt die Frage WhatsApp für Kinder ab welchem Alter.

Zu viel Zeit am Bildschirm

Nicht jede Minute am Gerät ist gleich. Statt nur Minuten zu zählen, hilft die Frage: Was hat dir das gegeben? Feste bildschirmfreie Inseln, etwa beim Essen und vor dem Schlafen, entlasten den ganzen Tag. Wie ein gesundes Maß gelingt, ohne täglichen Streit, übt Ihr Kind in der Lektion „Gesund online bleiben“. Wie Sie die Zeit am Gerät gelassen regeln, vertieft der Leitfaden zur Bildschirmzeit für Kinder.

Fremde im Chat

In Spielen und sozialen Netzen schreiben manchmal Menschen, die das Kind nicht kennt. Die meisten sind harmlos, manche nicht. Ihr Kind soll lernen, keine persönlichen Daten zu verraten, ein Gespräch aus dem Spiel nie in eine andere App zu verlängern und bei jedem unguten Gefühl zu Ihnen zu kommen. Genau das übt die Lektion „Wenn dir ein Fremder schreibt“. Und wer eigentlich alles mitliest, klärt die Lektion „Wer sieht das eigentlich?“. Worauf Sie beim Spielen besonders achten, zeigt der Leitfaden zu Online-Spielen für Kinder.

So fangen Sie an

Vom Überblick zum ersten Schritt.

Wenn ein eigenes Handy ansteht, lohnt sich zuerst der ruhige Leitfaden zum ersten Handy und seinen Regeln. Damit die Regeln halten, hilft ein gemeinsam unterschriebener Handyvertrag zum Ausdrucken. Und wenn im Netz einmal etwas schiefgeht, zählt zuerst Ruhe: gemeinsam draufschauen, danken statt schimpfen. Passende Anlaufstellen und Notfall-Nummern stehen auf der Hilfe-Seite.

Kurz gefragt

Was Eltern zur Sicherheit im Netz fragen.

  • Wie mache ich mein Kind sicher im Internet?

    Nicht durch möglichst viele Sperren, sondern durch Verstehen und Begleiten. Sprechen Sie regelmäßig und ruhig über das Netz, machen Sie wenige klare Regeln aus und sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind bei allem Unangenehmen zu Ihnen kommen darf, ohne Ärger. Die kleinen Bausteine wie Passwörter, Betrugserkennung und ein fairer Klassenchat übt Ihr Kind Schritt für Schritt.

  • Ab welchem Alter sollte ich mit dem Thema anfangen?

    So früh, wie Ihr Kind online ist, und in kleinen Schritten. Für jüngere Kinder reichen einfache Bilder und ein, zwei Merksätze. Je älter Ihr Kind wird, desto mehr Themen kommen dazu. Die Lernwelt ist nach Alter aufgebaut, sodass Sie passend einsteigen können.

  • Was tun, wenn im Netz etwas passiert ist?

    Zuerst ruhig bleiben und Ihrem Kind danken, dass es zu Ihnen gekommen ist. Gemeinsam draufschauen, bei Bedarf Beweise sichern, den Kontakt blockieren und melden. Für Anlaufstellen und Notfall-Nummern gibt es die Hilfe-Seite.

Der erste Schritt

Ein Thema aussuchen, heute Abend, gemeinsam.

Suchen Sie mit Ihrem Kind die erste Lektion aus. Mehr braucht es nicht für den Anfang.