Der Online-Schultag: so bleibt er ein guter Schultag.
Wenn der Unterricht in die Videokonferenz zieht, erklären viele Anleitungen nur das Beitreten. Wie der Tag danach gut abläuft, mit Pausen, Bewegung, klaren Regeln und ohne Angst vor dem Wartebereich, steht selten irgendwo. Hier schon: vier Blätter für Lehrkräfte, Eltern und Schüler, fertig zum Drucken, kostenlos.
Vier Blätter, eins für jede Seite des Bildschirms.
Jedes Blatt steht für sich. Zusammen ergeben sie einen Tag, an dem alle wissen, was sie tun, und niemand sechs Stunden ohne Pause vor der Kamera sitzt.
- Für Lehrkräfte: die Planung. Zwei Seiten. Wie der Tag aufgebaut wird (Live höchstens 30 Minuten je Stunde, Termine kürzer anlegen, Doppelstunden teilen), welche Einstellungen in Teams vor dem Tag gesetzt sein sollten, welche Regeln Sie ansagen und wie Sie den Tag danach auswerten.
- Für Eltern: was zu Hause hilft. Eine Seite. Technik am Vortag testen, der Platz, die Pausen, Wartebereich und Kamera ohne Angst, und ein Kasten dazu, was in Nordrhein-Westfalen gilt.
- Für Schüler: mein Online-Schultag. Eine Seite im Raki-Ton für die Klassen 5 bis 7. Beitreten, Mikro, Hand heben, was man nie macht, und die 5-Minuten-Pause mit fünf Schritten, die ein Kind allein schafft.
- Der Tagesplan. Ein Beispiel für Klasse 6 mit sechs Stunden: Stundenplan bleibt, aber kein Live-Block länger als 30 Minuten, Pausen eingezeichnet, Sport ohne Bildschirm. Gut zwei Stunden Konferenz statt viereinhalb. Mit Platz für den eigenen Plan.
Alles, was Sie öffnen müssen.
Jedes Blatt öffnet sich als fertige Druckseite im A4-Format. Sie drucken es direkt oder speichern es als PDF. Das Schülerblatt eignet sich als Klassensatz, das Elternblatt für den Elternbrief vor dem Online-Tag.
Fünf Entscheidungen machen den Unterschied.
- Live ist nicht die ganze Stunde. Höchstens 30 Minuten Konferenz, dann Arbeit im Heft oder in der Aufgabe. Das liegt im Rahmen von 30 bis 45 Minuten, den das Schulministerium für Videokonferenzen empfiehlt.
- Zwischen zwei Terminen liegt immer Pause. Termine zehn Minuten kürzer anlegen als die Stunde. Dann kann niemand von einer Konferenz direkt in die nächste rutschen.
- Die Pause gehört zum Lernen. Aufstehen, ans Fenster, in die Ferne sehen, trinken. Nicht aufs Handy. Das Schülerblatt macht daraus fünf Schritte.
- Kamera mit Maß. An zum Start und bei Wortmeldungen, aus in stillen Arbeitsphasen, Ausnahmen jederzeit möglich. Sechs Stunden Dauerbild braucht niemand.
- Niemand wartet allein vor der Tür. Der Wartebereich wird zügig freigegeben oder so eingestellt, dass Schulkonten direkt hineinkommen, und vor dem Tag kennt jedes Kind den Satz: Warten ist normal, du hast nichts falsch gemacht. Dazu ein Technik-Ansprechpartner, den alle kennen.
Was Vorschrift ist und was Empfehlung.
Bildschirmpausen sind für Schülerinnen und Schüler zu Hause nicht vorgeschrieben. Die bekannten Pausenregeln für Bildschirmarbeit gelten für Beschäftigte. Was es für Kinder gibt, sind fachliche Empfehlungen, und die sind deutlich: Videokonferenzen von 30 bis 45 Minuten, Bildschirmzeit im Wechsel mit Bewegung, nach 30 bis 45 Minuten Sitzen aufstehen, täglich Zeit draußen bei Tageslicht. Darauf baut dieses Paket auf, nicht auf einem Paragrafen.
In Nordrhein-Westfalen regelt die Distanzunterrichtsverordnung, wann Distanzunterricht eingerichtet werden darf. Sie verlangt auch, dass er die Kinder nicht stärker fordert als vollständiger Unterricht in der Schule. Ersatzschulen, also staatlich genehmigten Schulen in kirchlicher oder freier Trägerschaft, empfiehlt sie nur, danach zu verfahren. Dort zählen Schulvertrag und Schulordnung. Andere Bundesländer haben eigene Regeln. Was an Ihrer Schule genau gilt, beantwortet die Schulleitung. Diese Seite ist eine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
Noch ein Wort zur Plattform: Der Aufbau des Tages, die Pausen und die Regeln passen zu jeder Videokonferenz. Teams wird erklärt, weil viele Schulen es nutzen. Wer eine andere Plattform hat, überspringt die Teams-Einstellungen und behält den Rest.
Was Schulen und Eltern vorher wissen wollen.
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Gilt die Handreichung nur für Microsoft Teams?
Nein. Der Aufbau des Tages, die Pausen und die Regeln gelten für jede Videokonferenz-Plattform. Teams wird erklärt, weil viele Schulen es nutzen. Wer eine andere Plattform hat, überspringt die Teams-Einstellungen und behält den Rest.
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Sind Pausen am Bildschirm für Schüler vorgeschrieben?
Nein. Die Pausenregeln für Bildschirmarbeit gelten für Beschäftigte, nicht für Kinder zu Hause. Für Schülerinnen und Schüler gibt es fachliche Empfehlungen: Videokonferenzen von 30 bis 45 Minuten, Bildschirmzeit im Wechsel mit Bewegung, aufstehen nach 30 bis 45 Minuten Sitzen. Genau darauf baut die Handreichung auf.
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Darf die Schule verlangen, dass die Kamera an ist?
Ausdrücklich geregelt ist eine Kamerapflicht in Nordrhein-Westfalen nicht. Das Schulministerium hält sie für zulässig, wenn der Unterricht sie erfordert. Die Datenschutzaufsicht rät, dann Ausnahmen im Einzelfall zuzulassen. Eine gute Regel ist: Kamera an zum Start und bei Wortmeldungen, aus in stillen Arbeitsphasen. Wie Ihre Schule es handhabt, erfahren Sie von der Schule. Aufzeichnungen und Bildschirmfotos von anderen sind tabu, solange nicht alle Betroffenen eingewilligt haben.
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Kostet das Material etwas?
Nein. Alle vier Blätter sind kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Konto. Sie öffnen sie im Browser, drucken sie oder speichern sie als PDF. Bitte lassen Sie den Hinweis auf mindlaunch.de auf den Blättern stehen, damit Eltern die Materialien später wiederfinden.
Vor dem nächsten Online-Tag: das Elternblatt mitschicken.
Viele Schulen verschicken vor einem Online-Tag eine Anleitung zum Beitreten. Legen Sie das Elternblatt dazu, und geben Sie jedem Kind das Schülerblatt mit. Dann weiß zu Hause jeder, was in der Pause passiert.