Dein Nein ist stark
Lies zuerst die Geschichte. Danach kommt deine Mission.

Jeder Mensch hat eine Grenze. Sie zeigt, was für dich in Ordnung ist und was nicht. Diese Grenze gilt im Netz genauso wie draußen auf dem Spielplatz.
Vielleicht will jemand ein Foto von dir sofort in den Klassenchat stellen. Oder im Spiel sollst du etwas tun, das du nicht magst. Dann darfst du Stopp sagen. Dein Nein braucht keine Erklärung.
Manchmal wird gedrängt: „Mach schnell“, „Stell dich nicht so an“ oder „Nur dann bist du mein Freund“. Das ist Druck, und Druck ist ein Warnsignal. Echte Freunde warten und mögen dich auch, wenn du Nein sagst.
Du musst nicht sofort antworten. Sag einfach: „Ich überlege mir das noch.“ Und hast du schon nachgegeben, ist das nicht deine Schuld. Erzähl es deinen Eltern, dann bist du nicht mehr allein damit.
Rakis Merksatz
Stopp sagen ist stark, und mein Nein braucht keine Erklärung.
Raki sagt: „Dein Nein ist stark. Du musst es niemandem erklären, und niemand darf es wegreden.“
Deine Mission
Frage 1 von 3
Jemand will ein Foto von dir in den Klassenchat stellen. Du willst das nicht. Was gilt?
Dein Nein ist genug, ganz von allein. Du musst dich nicht rechtfertigen, auch nicht bei Freunden.
Du brauchst keinen Grund und musst nichts erlauben. Dein Nein ist genug, ganz von allein.
Frage 2 von 3
Jemand schreibt dir: „Nur wenn du das machst, bist du mein Freund.“ Was ist das?
Echte Freunde warten, hören zu und mögen dich auch bei einem Nein. Wer dich drängt, meint es nicht gut mit dir.
Echte Freunde drängen dich nicht. Wer so etwas schreibt, macht Druck, und Druck ist ein Warnsignal.
Frage 3 von 3
Mitten im Spiel sagt jemand aus deiner Gruppe „Stopp“. Was machst du?
Die Grenze der anderen gilt genauso wie deine. Wer sie achtet, dem kann man vertrauen.
Stopp heißt Stopp, auch mitten im Spiel und ohne Grund. Die Grenze der anderen gilt genauso wie deine.
Löse die Mission, dann bekommst du deinen Haken.
Für deine Eltern
Aufgabe für Sie und Ihr Kind
Zum Vorlesen:
Du darfst Stopp sagen, im Netz und draußen. Dein Nein braucht keinen Grund, und es bleibt gültig, egal wie oft jemand fragt. Brauchst du Zeit, sagst du: „Ich überlege mir das noch.“
Die Frage: Werde ich gerade überredet?
Zum Weiterreden:
- Fühlt sich das gut an?
- Achte ich auch die Grenze anderer?
Gemeinsam üben: Übt das Stoppsagen als Spiel: Eine Person drängelt freundlich, die andere sagt ruhig Nein und bleibt dabei. Dann tauscht ihr die Rollen.
Gut zu wissen
- Bestärken Sie Ihr Kind: Ein Nein ist erlaubt und muss nicht begründet werden.
- Üben Sie das Stoppsagen spielerisch, damit es im Ernstfall leichter fällt.
- Drängen und Drohen sind klare Warnsignale, auch unter Freunden. Sprechen Sie das offen an.
- Vereinbaren Sie: Bei Druck darf Ihr Kind jederzeit zu Ihnen kommen, ohne Ärger, auch wenn es schon nachgegeben hat.
- Nehmen Sie das Bauchgefühl Ihres Kindes ernst, statt es kleinzureden.