Spielen mit Fremden
Hör dir zuerst die Geschichte an. Danach kommt deine Mission.
Hören · bald
Online spielen macht Spaß. Oft spielen andere mit, die du nicht kennst.
Auf dem Spielplatz siehst du, wer mitspielt. Im Spiel siehst du nur eine Spielfigur. Wer dahintersteckt, weißt du nicht. Auch wenn jemand super mitspielt und nett ist, bleibt er fremd.
Darum bleibt beim Spielen alles Echte bei dir: dein echter Name, wo du wohnst, deine Schule, Fotos. Bietet dir jemand ein Geschenk an, wenn du etwas für ihn tust, sagst du Nein und erzählst es deinen Eltern.
Will dich jemand aus dem Netz treffen, sagst du es sofort deinen Eltern. Allein triffst du dich nie. Hast du schon etwas verraten oder angenommen, erzählst du es trotzdem. Du bekommst keinen Ärger.
Rakis Merksatz
Wer nett mitspielt, ist trotzdem fremd.
Raki sagt: „Mitspielen ist schön. Was echt an dir ist, bleibt bei dir.“
Deine Mission
Frage 1 von 3
Ein Mitspieler fragt: „Wie heißt du richtig, und wo wohnst du?“ Was machst du?
Ein Mitspieler braucht nichts Echtes über dich zu wissen. Spielen geht auch so.
Auch ein netter Mitspieler ist fremd. Dein Name, wo du wohnst und deine Schule bleiben bei dir. Erzähl es deinen Eltern, wenn jemand danach fragt.
Frage 2 von 3
Ein Mitspieler will dir etwas schenken. Dafür sollst du etwas für ihn tun. Was machst du?
Ein Geschenk, für das du etwas tun sollst, ist ein Trick. Bei deinen Eltern bekommst du dafür nie Ärger.
Wer dir etwas schenkt, damit du etwas für ihn tust, meint es nicht gut. Auch wenn du schon etwas angenommen hast: Erzähl es deinen Eltern. Du bekommst keinen Ärger.
Frage 3 von 3
Dein Mitspieler schreibt: „Lass uns treffen. Sag es aber niemandem.“ Was machst du?
Allein triffst du dich nie. Und wer schreibt „Sag es niemandem“, meint es nicht gut.
Will dich jemand aus dem Netz treffen, sagst du es sofort deinen Eltern, auch wenn er „Sag es niemandem“ schreibt. Hast du schon Ja gesagt, erzähl es trotzdem. Du bekommst keinen Ärger.
Löse die Mission, dann bekommst du deinen Haken.
Für deine Eltern
Aufgabe für Sie und Ihr Kind
Zum Vorlesen:
Mitspielen ist schön, auch mit anderen, die du nicht kennst. Aber was echt an dir ist, bleibt bei dir. Will dir jemand etwas schenken, damit du etwas für ihn tust, oder will er dich treffen, dann sagst du es sofort deinen Eltern.
Die Frage: Will sich jemand mit mir treffen?
Zum Weiterreden:
- Was weiß mein Mitspieler über mich?
- Was mache ich, wenn mir jemand etwas schenken will?
Gemeinsam üben: Spielt eine Runde zusammen im Lieblingsspiel. Schaut nach, ob man dort schreiben kann, und wo man den Chat abstellt. Vereinbart dazu: Will jemand etwas schenken oder sich treffen, erfahren es deine Eltern sofort. Blockieren und Melden übernehmen in Klasse 1 und 2 die Eltern.
Gut zu wissen
- Das Bild trägt: Auf dem Spielplatz sieht Ihr Kind, wer mitspielt, im Spiel nur eine Figur. Nett mitspielen heißt nicht, dass man sich kennt.
- Keine echten Angaben: Voller Name, Wohnort, Schule und Fotos haben im Spiel nichts verloren. Einen Spielnamen, der nichts verrät, denken Sie sich in der nächsten Reihe gemeinsam aus.
- Geschenke für Gefallen: Bietet jemand Spielwährung, Skins oder andere Vorteile an und will dafür etwas, ist das ein bekanntes Warnzeichen. Ihr Kind soll wissen, dass es bei Ihnen nie Ärger bekommt, auch wenn es schon etwas angenommen hat.
- Treffen gehen über Sie: Vereinbaren Sie klar, dass Ihr Kind jeden Treffwunsch sofort erzählt. Die Bitte, es niemandem zu sagen, ist immer ein Alarmzeichen. Schreiben Sie dem Kontakt dann nicht selbst, lassen Sie den Verlauf auf dem Gerät und wenden Sie sich an die Polizei.
- Einstellungen prüfen: Schauen Sie gemeinsam, ob das Spiel einen Chat mit Fremden erlaubt, und stellen Sie ihn ab oder auf Freunde, wo es geht. Reagieren Sie ruhig, wenn Ihr Kind von einem Mitspieler erzählt.
Blatt zur Reihe zum Ausdrucken: „Wer bist du wirklich?“