Mutproben, die keine sind
Lies zuerst die Geschichte. Danach kommt deine Mission.

Im Netz gibt es viele Mutproben und Challenges. Die meisten sind harmloser Spaß, ein lustiger Tanz oder ein witziges Video.
Manche aber sind gefährlich und können dir wehtun. Das Knifflige: Sie sehen oft genauso beliebt und lustig aus. Darum hältst du kurz inne, bevor du mitmachst.
Drei Warnsignale helfen dir. Die Aufgabe kann deinem Körper schaden. Deine Eltern sollen nichts davon wissen. Und jemand drängt dich: „Trau dich, sonst bist du feige.“
Dann machst du nicht mit. Nein zu sagen ist hier das Mutigste, was du tun kannst. Will jemand aus deiner Klasse mitmachen, holst du Hilfe. Das ist klug und kein Petzen.
Rakis Merksatz
Bei einer gefährlichen Mutprobe ist Nein die mutigste Antwort.
Raki sagt: „Echter Mut heißt nicht, alles mitzumachen. Echter Mut ist, bei einer gefährlichen Mutprobe Nein zu sagen, auch wenn alle zuschauen.“
Deine Mission
Frage 1 von 3
Im Gruppenchat heißt es: „Wer nicht mitmacht, ist feige.“ Was steckt dahinter?
Solche Sätze sind Druck und ein klares Warnsignal. Wer dich drängt, meint es nicht gut mit dir.
Wer dich feige nennt, will dich nur drängen. Das ist ein Warnsignal, und Nein ist hier die mutigste Antwort.
Frage 2 von 3
Alle schauen zu, und du sollst bei einer gefährlichen Mutprobe mitmachen. Was ist echter Mut?
Echter Mut heißt nicht, alles mitzumachen. Keine Mutprobe ist deine Sicherheit wert.
Auch vorsichtig mitmachen kann dir wehtun, und Zuschauen hilft niemandem. Echter Mut ist, Nein zu sagen.
Frage 3 von 3
Jemand aus deiner Klasse will bei einer Challenge mitmachen, die wehtun kann. Was tust du?
Echte Freunde lassen einander nicht in Gefahr. Sag deinen Eltern oder einer Lehrkraft Bescheid. In einem echten Notfall ruft ihr die 112.
Hier hilft Schweigen niemandem. Sag deinen Eltern oder einer Lehrkraft Bescheid, das ist klug und kein Petzen.
Löse die Mission, dann bekommst du deinen Haken.
Für deine Eltern
Aufgabe für Sie und Ihr Kind
Zum Vorlesen:
Keine Mutprobe ist deine Sicherheit wert. Kann etwas wehtun, sollst du es vor deinen Eltern verstecken oder wirst du gedrängt? Dann machst du nicht mit. Du darfst es deinen Eltern immer erzählen, und du bekommst keinen Ärger.
Die Frage: Kann mir das wehtun?
Zum Weiterreden:
- Soll ich es vor meinen Eltern verstecken?
- Werde ich gedrängt?
Gemeinsam üben: Überlegt gemeinsam einen Satz, mit dem man aus einer Mutprobe aussteigt, zum Beispiel: „Ohne mich, das ist mir zu gefährlich.“ Sagt ihn ein paarmal laut, bis er leicht geht.
Gut zu wissen
- Sprechen Sie über gefährliche Challenges, ohne sie zu verharmlosen und ohne Methoden zu beschreiben.
- Versichern Sie Ihrem Kind: Nein sagen und Bescheid geben bringt keinen Ärger.
- Gruppenzwang und geforderte Geheimhaltung sind klare Warnsignale.
- Im Ernstfall sofort Hilfe holen, bei akuter Gefahr den Notruf 112.