Wenn du auf ein Handy oder einen Computer schaust, fühlt es sich manchmal an, als wärst du ganz allein. Raki erklärt es dir anders: Der Bildschirm ist ein Fenster.
Stell dir vor, du blickst durch ein Fenster nach draußen. Auf der anderen Seite stehen Menschen. Genau so ist es im Internet. Hinter jedem Profil, hinter jedem Spitznamen und hinter jedem kleinen Bild sitzt ein echter Mensch. Ein Kind wie du, mit einem Herzen, mit guten und mit traurigen Tagen.
Weil das Fenster dazwischen ist, vergisst man das leicht. Man tippt schnell etwas, ohne das Gesicht des anderen zu sehen. Aber die Worte kommen trotzdem an. Nette Worte tun gut, so wie ein Lächeln durch das Fenster. Gemeine Worte verletzen, auch durch ein Fenster.
Darum hat Raki einen einfachen Trick: Schreib im Netz nur, was du der Person auch ins Gesicht sagen würdest. Würdest du es ihr direkt sagen, freundlich und ehrlich? Dann ist es gut. Würdest du dich schämen, es laut zu sagen? Dann schreib es besser nicht.
Der Bildschirm ist nur ein Fenster. Dahinter sitzt ein echter Mensch. Schreib ihm nur, was du ihm auch ins Gesicht sagen würdest.
Rakis drei Fragen
Stell dir diese drei Fragen, bevor du etwas durch das Fenster schickst, also bevor du eine Nachricht abschickst oder etwas in einem Spiel schreibst.
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Würde ich das auch ins Gesicht sagen?
Stell dir vor, die Person steht direkt vor dir. Würdest du genau diese Worte freundlich aussprechen? Dann ist alles gut. Wenn nicht, dann tippe sie lieber nicht. Das Fenster macht gemeine Worte nicht netter.
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Tut mein Satz gut oder tut er weh?
Lies deine Nachricht noch einmal, bevor du auf Senden tippst. Ein Lob, ein Danke oder ein nettes Bild tun gut. Spott, Auslachen oder ein gemeiner Spitzname tun weh. Such dir die Worte aus, die jemandem ein Lächeln schenken.
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Bin ich gerade wütend oder genervt?
Wenn du dich ärgerst, kommen schnell harte Worte heraus. Dann hilft eine kleine Pause. Atme durch, leg das Gerät weg, und schau später noch einmal. Was du im Ärger schreibst, kannst du nicht so leicht zurückholen.
Hinter jedem Fenster sitzt ein echter Mensch mit echten Gefühlen.
Schreib nur, was du auch ins Gesicht sagen würdest. Nette Worte reisen durch jedes Fenster und tun gut.
In Kürze
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Das Bild trägt: Das Fenster macht greifbar, dass online ein echtes Gegenüber ist. Der Bildschirm trennt, aber die Worte kommen trotzdem an.
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Die einfache Regel: Nur schreiben, was man auch ins Gesicht sagen würde. Dieser Satz ist für Kinder leicht zu merken und im Alltag sofort anwendbar.
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Empathie geht vor: Fragen Sie Ihr Kind, wie sich der andere wohl fühlt. Mitgefühl wächst, wenn das Gegenüber wieder zu einem Menschen wird.
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Pause bei Ärger: Im Affekt fallen harte Worte. Üben Sie das kurze Innehalten, bevor eine Nachricht im Streit abgeschickt wird.
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Vorbild sein: Kinder ahmen nach, wie wir selbst online reden. Freundliche Nachrichten in der Familie zeigen Freundlichkeit besser als jede Regel.
Drei Fragen, dann hast du es.
Zeig Raki, was hängen geblieben ist. Nichts wird gespeichert.
Lies in Ruhe und wähle deine Antwort.
Ist jemand im Netz gemein zu dir? Du bist nicht allein. Erzähl es deinen Eltern oder einer erwachsenen Person, der du vertraust. Die Nummer gegen Kummer hört dir zu, ganz kostenlos und heimlich, unter 116 111. Mehr Hilfe findest du auf unserer Hilfe-Seite.
Das war Rakis Lektion über Freundlichkeit im Netz.
Du weißt jetzt, dass hinter jedem Fenster ein echter Mensch sitzt. Schreib nur, was du auch ins Gesicht sagen würdest, und frag im Zweifel deine Eltern.