Manchmal schreibt dir jemand im Internet etwas Gemeines. Raki kennt dieses Gefühl und erklärt es dir so: Gemeine Worte können pieksen wie Brennnesseln.
Brennnesseln stehen am Wegrand. Wenn du sie berührst, brennt deine Haut und es tut weh. Du hast nichts falsch gemacht, die Pflanze brennt einfach. Genau so ist es mit gemeinen Worten. Wenn dich jemand auslacht, beschimpft oder ärgert, dann piekst das. Aber es ist nicht deine Schuld.
Wer gemein ist, der hat oft selbst ein Problem. Vielleicht ist die Person traurig oder wütend und lässt es an dir aus. Das macht ihre Worte nicht richtig. Und es bedeutet nicht, dass mit dir etwas verkehrt ist. Du bist gut, so wie du bist.
Das Wichtigste: Du musst gemeine Worte nicht aushalten. An echten Brennnesseln läufst du ja auch vorbei. Im Internet kannst du genau das tun: nicht zurückärgern, das Fenster schließen oder weggehen, und deinen Eltern davon erzählen, dem du vertraust.
Gemeine Worte pieksen wie Brennnesseln. Es ist nicht deine Schuld, und du musst es nicht aushalten. Geh weg und hol dir Hilfe.
Rakis drei Fragen
Stell dir diese drei Fragen, wenn dich jemand im Internet ärgert. Sie helfen dir, ruhig zu bleiben und das Richtige zu tun.
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Ist das meine Schuld?
Nein. So wie die Brennnessel von allein brennt, sind gemeine Worte allein das Problem der Person, die sie schreibt. Du bist nicht schuld, und du musst dich nicht dafür schämen, dass jemand anderes unfreundlich ist.
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Soll ich zurückärgern?
Besser nicht. Wenn du zurückschimpfst, wachsen nur noch mehr Brennnesseln. Antworte gar nicht. Schließ das Fenster oder leg das Gerät weg. So nimmst du den gemeinen Worten ihre Kraft, denn sie laufen ins Leere.
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Wem erzähle ich davon?
Deinen Eltern, einer Lehrerin oder den Großeltern, also jemandem, dem du vertraust. Du petzt damit nicht, du holst dir Hilfe. Gemeinsam ist so eine Brennnessel viel kleiner, und ihr findet zusammen einen guten Weg.
Gemeine Worte sind nicht deine Schuld, und du musst sie nicht aushalten.
Nicht zurückärgern, das Fenster schließen oder weggehen, und deinen Eltern davon erzählen.
In Kürze
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Das Bild trägt: Die Brennnessel zeigt, dass der Schmerz echt ist, die Schuld aber bei der gemeinen Person liegt, nicht beim Kind.
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Entlasten statt beschuldigen: Machen Sie klar, dass Ihr Kind keine Schuld trägt. Das nimmt Scham und öffnet die Tür für ein Gespräch.
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Nicht zurückfeuern: Eine Reaktion füttert den Konflikt. Üben Sie mit Ihrem Kind, nicht zu antworten und den Chat zu verlassen.
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Beweise sichern: Ein Bildschirmfoto hilft später. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Festhalten und blockieren stärker macht als wegklicken allein.
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Sicherer Hafen sein: Reagieren Sie ruhig, nicht mit Verboten. Wer bei Ärger nicht das Gerät verliert, erzählt beim nächsten Mal wieder davon.
Drei Fragen, dann hast du es.
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Lies in Ruhe und wähle deine Antwort.
Machen dich gemeine Worte im Netz traurig oder wütend? Du bist nicht allein. Erzähl es deinen Eltern oder einer erwachsenen Person, der du vertraust. Die Nummer gegen Kummer hört dir zu, ganz kostenlos und heimlich, unter 116 111. Mehr Hilfe findest du auf unserer Hilfe-Seite.
Das war Rakis Lektion über gemeine Worte.
Du weißt jetzt, dass gemeine Worte nicht deine Schuld sind. Geh weg, ärgere nicht zurück, und erzähl es deinen Eltern oder jemandem, dem du vertraust.