Hilfe holen ist mutig
Hör dir zuerst die Geschichte an. Danach kommt deine Mission.
Hören · bald
Raki, der kleine Astronaut, fliegt nie allein. Unten hilft ihm ein ganzes Team am Boden.
Hören · baldAuch du hast ein Team am Boden. Zuerst deine Eltern, dazu vielleicht Großeltern, eine Lehrkraft oder ein anderer Mensch, dem du vertraust.
Hören · baldBist du im Netz unsicher, oder macht dir etwas Angst? Dann funkst du dein Team an, bevor du klickst oder antwortest. Hast du schon geklickt, funkst du trotzdem. Fragen ist nie peinlich. Du sagst einfach: „Etwas im Netz macht mir Angst. Hilfst du mir?“ Hilft dir jemand nicht, funkst du jemand anderen aus deinem Team an.
Hören · baldSagt jemand: „Frag niemanden“, dann fragst du erst recht. So jemand meint es nicht gut mit dir.
Hören · bald
Rakis Merksatz
Hilfe holen ist eine Superkraft.
Hören · baldRaki sagt: „Kein Astronaut fliegt allein. Sich zu melden ist das Mutigste, was du tun kannst.“
Deine Mission
Frage 1 von 3
Du bist im Netz unsicher, ob etwas okay ist. Was machst du?
Hören · bald
Du funkst dein Team am Boden an, bevor du klickst. Fragen ist klug, nicht peinlich.
Hören · baldLieber einmal kurz nachfragen. Frag deine Eltern, bevor du klickst. Das ist klug, nicht peinlich. Hast du schon geklickt? Erzähl es trotzdem, du bekommst keinen Ärger.
Hören · baldFrage 2 von 3
Jemand im Netz sagt: „Frag niemanden, das bleibt unter uns.“ Was tust du?
Hören · bald
Wer sagt, du sollst nicht fragen, meint es nicht gut mit dir. Dein Team am Boden hört dich immer gern.
Hören · baldGerade dann fragst du. Wer sagt, du sollst niemanden fragen, meint es nicht gut mit dir. Geh zu deinen Eltern oder jemandem aus deinem Team.
Hören · baldFrage 3 von 3
Etwas im Netz macht dir Angst. Was sagst du deinem Team?
Hören · bald
Mehr braucht es nicht. Den Rest schafft ihr gemeinsam.
Hören · baldDu störst niemanden, und du musst nichts allein tragen. Sag einfach: „Etwas im Netz macht mir Angst. Hilfst du mir?“
Hören · bald
Löse die Mission, dann bekommst du deinen Haken.
Für deine Eltern
Aufgabe für Sie und Ihr Kind
Zum Vorlesen:
Überleg dir zwei oder drei Menschen, denen du vertraust. Zuerst deine Eltern, dazu vielleicht deine Großeltern oder eine Lehrkraft. Diese Menschen sind für dich da. Es ist gut, sie schon vorher zu kennen. Hilft dir einer nicht, gehst du zum Nächsten.
Die Frage: Wer gehört zu meinem Team am Boden?
Zum Weiterreden:
- Ist Hilfe holen mutig oder schwach?
- Was sage ich, wenn ich Hilfe brauche?
Gemeinsam üben: Benennt gemeinsam zwei bis drei Menschen für das Team am Boden und malt sie auf das Blatt. Vereinbart dazu ein Familien-Codewort, ein Wort, das nur ihr kennt. Sagt es euch ins Ohr, statt es aufzuschreiben. Dann spielt die zwei Szenen vom Plakat durch: Jemand will dich abholen, oder eine Nachricht klingt seltsam. Die Regel dazu: Ohne Codewort geht niemand mit und antwortet niemand.
Gut zu wissen
- Das Bild trägt: Das Team am Boden macht Hilfe holen und Nachfragen zu einem Zeichen von Stärke. Es entlastet Kinder von dem Druck, allein klarkommen zu müssen.
- Vertrauenspersonen festlegen: Benennen Sie gemeinsam zwei bis drei Menschen, an die sich Ihr Kind wenden kann, auch wenn Sie gerade nicht erreichbar sind. Konkrete Namen senken die Hürde. Es ist kein Vertrauensbruch, wenn Ihr Kind zuerst zu jemand anderem geht.
- Fragen und Melden nie bestrafen: Reagieren Sie auf jede Frage offen und ruhig, auch wenn sie banal wirkt. Ein einziges Schimpfen kann die Bereitschaft fürs nächste Mal beenden.
- Warnsignal Schweigegebot: Sprechen Sie an, dass die Aufforderung, niemanden zu fragen, immer ein Alarmzeichen ist.
- Einen Satz üben und Vorbild sein: Geben Sie Ihrem Kind einen einfachen Satz an die Hand, mit dem es um Hilfe bittet. Erzählen Sie auch selbst, wann Sie um Hilfe gebeten haben.
Blatt zur Reihe zum Ausdrucken: „Ein Wort, das nur wir kennen“