Es gibt ein Wort dafür: Sharenting. Eltern stellen Bilder ihrer Kinder online, und die Kinder wurden nie gefragt.
Schauen Sie sich einmal ein klassisches Einschulungsfoto an. Oft stehen darauf gleichzeitig der Vorname, der Schulname und die Uhrzeit. Jedes für sich harmlos, zusammen ein kleines Profil. Was einmal öffentlich steht, bleibt im Netz, und heute lässt es sich per KI weiterverarbeiten.
Das ist kein Vorwurf. Wir haben alle Fotos geteilt, weil wir stolz waren. Es geht nicht um Angst, sondern um Sparsamkeit mit Daten und um das Recht des Kindes am eigenen Bild.
Der eine Satz für heute: Fragen Sie Ihr Kind, ob es das Foto öffentlich haben möchte. Sagt es Nein, gilt das. Sagt es Ja, geht das Bild trotzdem lieber direkt an Oma als in die Weltöffentlichkeit.
Dass ein Foto dem Kind selbst gehört, ist auch eine Lektion für die Jüngeren: „Dein Foto gehört dir“. Und die Frage „Wer sieht das eigentlich?“ lohnt sich für die ganze Familie: „Wer sieht das eigentlich?“.