Zurück zur Lernwelt Eine Raki-Lektion

Gutes Geheimnis, schlechtes Geheimnis

  • RocketKidz
  • Lesedauer rund 4 Minuten
  • Für Klasse 1 bis 2, am besten gemeinsam mit Eltern

Es gibt zwei Arten von Geheimnissen. Raki erklärt dir den Unterschied ganz einfach: Du spürst ihn in deinem Bauch.

Ein gutes Geheimnis kribbelt schön. Stell dir vor, du hast für Mama ein Überraschungsgeschenk versteckt. Du freust dich heimlich, und du weißt: bald kommt das Geheimnis heraus, dann lachen alle zusammen. So ein Geheimnis fühlt sich leicht und froh an.

Ein schlechtes Geheimnis drückt. Es macht den Bauch schwer, und es soll für immer geheim bleiben. Vielleicht hat dir jemand gesagt: "Das darfst du niemandem erzählen, auch nicht deinen Eltern." Genau dann horcht Raki auf, denn so etwas sagt ein guter Mensch nicht.

Merk dir das Wichtigste: Ein schlechtes Geheimnis darfst du immer erzählen. Auch wenn dich jemand darum gebeten hat, es nicht zu tun. Du bekommst keinen Ärger dafür. Du gehst zu Mama, Papa oder einer erwachsenen Person, der du vertraust, und sagst, was los ist. Dann wird der Bauch wieder leicht.

Ein gutes Geheimnis kribbelt und kommt bald heraus. Ein schlechtes drückt und soll für immer bleiben. Das darfst du immer deinen Eltern erzählen.
Raki
Drei Fragen

Rakis drei Fragen

Wenn dir jemand ein Geheimnis anvertraut, stell dir diese drei Fragen. Sie helfen dir, den Unterschied zu spüren.

  1. Kribbelt es schön, oder drückt es?

    Frag deinen Bauch. Ein gutes Geheimnis macht froh, zum Beispiel eine Überraschung für jemanden, den du magst. Ein schlechtes Geheimnis macht dich traurig oder ängstlich. Dieses Gefühl ist ein guter Hinweis.

  2. Kommt es bald heraus, oder soll es für immer bleiben?

    Ein gutes Geheimnis wird bald gelüftet, etwa an einem Geburtstag. Wenn etwas für immer geheim bleiben soll, vor allem vor deinen Eltern, dann ist es kein gutes Geheimnis. Dann erzählst du es weiter.

  3. Was mache ich bei einem schlechten Geheimnis?

    Du gehst zu deinen Eltern oder jemandem, dem du vertraust, und erzählst es. Auch wenn dich jemand darum gebeten hat, zu schweigen. Du bekommst keinen Ärger. Das Erzählen ist mutig und macht den Bauch wieder leicht.

Rakis Merksatz
Ein schlechtes Geheimnis darfst du immer erzählen.

Wenn etwas im Bauch drückt und für immer geheim bleiben soll, sprich mit deinen Eltern oder jemandem, dem du vertraust.

Rakis Merksatz aus dieser Lektion
Für Eltern

In Kürze

  • Das Bild trägt: Gut kribbelt, schlecht drückt. Das Bauchgefühl gibt Kindern einen greifbaren Maßstab, lange bevor sie Worte dafür haben.

  • Die wichtigste Regel: Ein schlechtes Geheimnis darf immer erzählt werden. Diese Erlaubnis hebelt die typische Täterbitte ums Schweigen aus.

  • Überraschungen sind okay: Gute Geheimnisse mit Ablaufdatum, etwa Geschenke, müssen erlaubt bleiben, sonst verliert die Regel ihre Schärfe.

  • Kein Ärger fürs Erzählen: Sichern Sie Ihrem Kind zu, dass es nie bestraft wird, wenn es ein drückendes Geheimnis mit Ihnen teilt.

  • Vertrauenspersonen benennen: Überlegen Sie gemeinsam, zu wem Ihr Kind gehen kann, falls Sie selbst einmal nicht erreichbar sind.

Kurz-Check

Drei Fragen, dann hast du es.

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Frage 1 von 3 Richtig: 0

Lies in Ruhe und wähle deine Antwort.

Drückt dich ein Geheimnis, das sich falsch anfühlt? Du bist nicht allein. Erzähl es deinen Eltern oder einer erwachsenen Person, der du vertraust. Die Nummer gegen Kummer hört dir zu, ganz kostenlos und heimlich, unter 116 111. Mehr Hilfe findest du auf unserer Hilfe-Seite.

Geschafft

Das war Rakis Lektion über Geheimnisse.

Du weißt jetzt: Ein gutes Geheimnis kribbelt und kommt bald heraus. Ein schlechtes drückt, und das darfst du immer deinen Eltern erzählen.