Zurück zu CyberAcademy Eine Raki-Lektion

Wer sammelt deine Daten?

  • CyberAcademy
  • Lesedauer rund 5 Minuten
  • Ab Klasse 5, auch gut für den Unterricht

Wenn du im Internet unterwegs bist, bist du selten allein. Hinter vielen Seiten und Apps sitzen unsichtbare Sammler. Sie notieren, was du anschaust, anklickst und suchst.

Sie wollen dir meistens nicht schaden. Aber aus vielen kleinen Notizen setzen sie ein erstaunlich genaues Bild von dir zusammen. Gut, wenn du weißt, wie das geht.

Im Netz folgen dir unsichtbare Sammler und schreiben mit, was du tust. Wenn du weißt, wie sie das machen, kannst du Nein sagen.
Raki
Vier Wege

Wie sie dich beobachten

Die Sammler haben mehrere Tricks. Wenn du sie kennst, sind sie schon halb so unheimlich.

  1. Cookies

    Kleine Notizzettel, die sich eine Seite auf deinem Gerät merkt, um dich beim nächsten Mal wiederzuerkennen.

  2. Unsichtbare Zähler

    Winzige, unsichtbare Punkte auf Seiten, die melden: „Dieses Kind war hier und hat das angeschaut.“

  3. Dein Standort

    Dein Handy kann verraten, wo du gerade bist. Viele Apps fragen danach, obwohl sie es nicht brauchen.

  4. Dein Fingerabdruck

    An deinem Gerät und deinen Einstellungen erkennen sie dich wieder, manchmal sogar ganz ohne Cookies.

Was dahintersteckt

Was sie damit machen

Aus all den kleinen Notizen bauen sie ein Profil: was du magst, was du suchst, wie lange du bleibst. Damit zeigen sie dir gezielt Werbung, die genau auf dich passt. Und manche verkaufen die gesammelten Daten an andere Firmen weiter.

Vier Schritte

So holst du dir die Kontrolle zurück

Du bist den Sammlern nicht ausgeliefert. Mit ein paar Handgriffen sammeln viel weniger Augen mit.

  1. Cookies ablehnen

    Fragt ein Banner nach Cookies, wähl „nur notwendige“ oder lehn ab, was nicht sein muss.

  2. Standort aus

    Schalt deinen Standort aus, wenn eine App ihn nicht wirklich braucht.

  3. Profil privat

    Mach dein Profil privat, damit nicht jeder sieht, was du tust und wer deine Freunde sind.

  4. Blocker einrichten

    Frag deine Eltern nach einem Werbe- und Tracker-Blocker fürs Gerät.

Ein Beispiel, das dir oft begegnet: Du öffnest eine Seite, und sofort ploppt ein Fenster auf, „Wir nutzen Cookies.“ Ein großer bunter Knopf sagt „Alle akzeptieren“, daneben steht klein „Nur notwendige“. Der große bunte Knopf ist mit Absicht verlockend, denn so sammelt die Seite am meisten von dir.

Klick nicht schnell irgendwohin, nur um das Fenster loszuwerden, sonst stimmst du aus Versehen allem zu. „Nur notwendige“ reicht fast immer, und schon sammeln viel weniger Augen mit.

Rakis Merksatz
Unnötige Cookies? Lehn sie ab.

Standort aus, Profil privat, so nimmst du die Kontrolle zurück.

Rakis Merksatz aus dieser Lektion
Für Eltern

In Kürze

  • Erklären Sie Cookie-Banner und setzen Sie „nur notwendige“ als Gewohnheit.

  • Prüfen Sie Standort-Freigaben in den App-Einstellungen und schränken Sie sie ein.

  • Richten Sie einen Tracker- und Werbeblocker auf den Geräten ein.

  • Sprechen Sie über Profilbildung und gezielte Werbung, damit Ihr Kind sie erkennt.

Kurz-Check

Drei Fragen, dann hast du es.

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Geschafft

Jetzt weißt du, wer mitschreibt.

Und wie du es abstellst: Cookies ablehnen, Standort aus, Profil privat. So sammeln viel weniger Augen mit.