Wenn du im Internet unterwegs bist, bist du selten allein. Hinter vielen Seiten und Apps sitzen unsichtbare Sammler. Sie notieren, was du anschaust, anklickst und suchst.
Sie wollen dir meistens nicht schaden. Aber aus vielen kleinen Notizen setzen sie ein erstaunlich genaues Bild von dir zusammen. Gut, wenn du weißt, wie das geht.
Im Netz folgen dir unsichtbare Sammler und schreiben mit, was du tust. Wenn du weißt, wie sie das machen, kannst du Nein sagen.
Wie sie dich beobachten
Die Sammler haben mehrere Tricks. Wenn du sie kennst, sind sie schon halb so unheimlich.
-
Cookies
Kleine Notizzettel, die sich eine Seite auf deinem Gerät merkt, um dich beim nächsten Mal wiederzuerkennen.
-
Unsichtbare Zähler
Winzige, unsichtbare Punkte auf Seiten, die melden: „Dieses Kind war hier und hat das angeschaut.“
-
Dein Standort
Dein Handy kann verraten, wo du gerade bist. Viele Apps fragen danach, obwohl sie es nicht brauchen.
-
Dein Fingerabdruck
An deinem Gerät und deinen Einstellungen erkennen sie dich wieder, manchmal sogar ganz ohne Cookies.
Was sie damit machen
Aus all den kleinen Notizen bauen sie ein Profil: was du magst, was du suchst, wie lange du bleibst. Damit zeigen sie dir gezielt Werbung, die genau auf dich passt. Und manche verkaufen die gesammelten Daten an andere Firmen weiter.
So holst du dir die Kontrolle zurück
Du bist den Sammlern nicht ausgeliefert. Mit ein paar Handgriffen sammeln viel weniger Augen mit.
-
Cookies ablehnen
Fragt ein Banner nach Cookies, wähl „nur notwendige“ oder lehn ab, was nicht sein muss.
-
Standort aus
Schalt deinen Standort aus, wenn eine App ihn nicht wirklich braucht.
-
Profil privat
Mach dein Profil privat, damit nicht jeder sieht, was du tust und wer deine Freunde sind.
-
Blocker einrichten
Frag deine Eltern nach einem Werbe- und Tracker-Blocker fürs Gerät.
Ein Beispiel, das dir oft begegnet: Du öffnest eine Seite, und sofort ploppt ein Fenster auf, „Wir nutzen Cookies.“ Ein großer bunter Knopf sagt „Alle akzeptieren“, daneben steht klein „Nur notwendige“. Der große bunte Knopf ist mit Absicht verlockend, denn so sammelt die Seite am meisten von dir.
Klick nicht schnell irgendwohin, nur um das Fenster loszuwerden, sonst stimmst du aus Versehen allem zu. „Nur notwendige“ reicht fast immer, und schon sammeln viel weniger Augen mit.
Unnötige Cookies? Lehn sie ab.
Standort aus, Profil privat, so nimmst du die Kontrolle zurück.
In Kürze
-
Erklären Sie Cookie-Banner und setzen Sie „nur notwendige“ als Gewohnheit.
-
Prüfen Sie Standort-Freigaben in den App-Einstellungen und schränken Sie sie ein.
-
Richten Sie einen Tracker- und Werbeblocker auf den Geräten ein.
-
Sprechen Sie über Profilbildung und gezielte Werbung, damit Ihr Kind sie erkennt.
Drei Fragen, dann hast du es.
Zeig Raki, was hängen geblieben ist. Nichts wird gespeichert.
Lies in Ruhe und wähle deine Antwort.
Jetzt weißt du, wer mitschreibt.
Und wie du es abstellst: Cookies ablehnen, Standort aus, Profil privat. So sammeln viel weniger Augen mit.