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Eine Raki-Lektion

Wer bist du online?

CyberAcademy ● Lesedauer rund 5 Minuten ● Für Kinder ab 10, am besten gemeinsam mit Eltern

Im echten Leben hast du einen Namen, ein Gesicht und einen eigenen Charakter. Online gibt es auch eine Version von dir, deine digitale Identität.

Sie besteht aus allem, was du im Netz tust: deinem Profil, deinen Beiträgen, deinen Likes, deinen Suchen. Zusammen ergeben sie ein Bild von dir. Und dieses Bild gestaltest du selbst.

„Dein digitales Ich baust du selbst, Stück für Stück, mit allem, was du online tust. Das Schöne daran: Du entscheidest, wie es aussieht."

Woraus dein digitales Ich besteht

  • Dein Profil: Name, Foto und Beschreibung.
  • Was du postest und kommentierst.
  • Was dir gefällt und was du teilst.
  • Wonach du suchst und was du dir ansiehst.

Drei Dinge über dein digitales Ich

1

Es bleibt länger

Ein Versprecher auf dem Schulhof ist schnell vergessen. Online kann ein Beitrag dagegen lange erhalten bleiben.

2

Du hast mehrere Seiten

Mit deiner Familie, mit Freunden und beim Spielen verhältst du dich etwas anders. Das ist völlig normal.

3

Du baust es selbst

Jeder Beitrag und jeder Like formt dein Bild. Das heißt: Du hast die Kontrolle darüber.

So gestaltest du dein digitales Ich bewusst

  • Überleg vor dem Posten: Passt das zu dem Bild, das ich von mir möchte?
  • Der Lehrer-Test: Würde ich das auch zeigen, wenn meine Eltern oder mein Lehrer zuschauen?
  • Halt deine privaten Seiten privat, das zeigt dir die Lektion Wer sieht das eigentlich?
  • Du darfst dich verändern und wachsen, dein digitales Ich darf das auch.

Was würdest du tun?

Du bist wütend auf einen Mitschüler und willst einen richtig fiesen Kommentar über ihn posten.

Genau richtig. Im Ärger gepostet, später bereut. Ein fieser Kommentar gehört zu deinem digitalen Ich, auch wenn er „anonym" ist. Kurz durchatmen und es lassen, das ist stark.

Dein digitales Ich baust du selbst.

Überleg kurz vor dem Posten: Passt das zu dir?

Rakis Merksatz aus dieser Lektion

Etwas gepostet, das nicht zu dir passt? Das ist nicht schlimm. Du darfst es löschen, dich ändern und wachsen. Wer dein Profil sieht, stellst du in der Lektion Wer sieht das eigentlich? ein. Mehr Hilfe gibt es auf unserer Hilfe-Seite.
Für Eltern

In Kürze

  • Erklären Sie die digitale Identität als ein Bild, das man bewusst gestalten kann.
  • Führen Sie den „Lehrer-Test" als einfache Faustregel ein.
  • Halten Sie private Bereiche privat und besprechen Sie die Profil-Einstellungen.
  • Betonen Sie: Kinder dürfen sich verändern, und Fehler gehören zum Wachsen dazu.

Jetzt gestaltest du dein digitales Ich bewusst.

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