MISSIONS-DOKUMENT
CyberAcademy · Blatt 15 · Für das Gespräch zu Hause
Operation · Ungewollte Bilder
Nicht weiterschicken. Nicht speichern. Sofort zeigen.
Manchmal tauchen in Chats Bilder auf, die nichts für Kinder sind. Schuld ist
immer, wer sie schickt, niemals, wer sie bekommt. Dieses Blatt füllt ihr zusammen aus,
Kind und Eltern, damit im Ernstfall alle wissen, was zu tun ist.
Kadett (dein Name):Eltern:Datum:
Das Wichtigste zuerst
1.Wer so ein Bild ungefragt bekommt, hat nichts falsch gemacht.
2.Weiterschicken ist verboten, auch „als Beweis“ oder „als Warnung“.
3.Kein Screenshot, nichts speichern: Handy so lassen und zeigen.
4.Zeigen gibt niemals Ärger. Bescheid sagen ist mutig.
1 Richtig oder falsch gemacht? Kreuze an
Situation A
Mia bekommt im Chat ein schlimmes Bild. Sie zeigt es sofort ihren Eltern, direkt auf dem Handy.
Situation B
Leon schickt das Bild einem Freund weiter, „damit der gewarnt ist und es auch mal sieht“.
Situation C
Sara macht schnell einen Screenshot von dem Bild, „als Beweis, falls jemand fragt“.
Situation D
Emre verlässt die Gruppe, schickt nichts weiter und sagt noch am selben Tag seinen Eltern Bescheid.
2 Bringe die Schritte in die richtige Reihenfolge: Schreibe 1 bis 4 in die Kästchen
Merke: „Kein Screenshot“ gilt für schlimme Bilder. Bei gemeinen Worten ist ein Screenshot als Beweis genau richtig.
3 Unsere Familien-Abmachung · Zusammen abhaken
Du bist nicht schuld
Bei uns gilt: Wer so ein Bild bekommt und es zeigt, bekommt niemals Ärger. Wir regeln das
zusammen und in Ruhe.
Das automatische Speichern von Bildern ist in den Chat-Apps ausgeschaltet.
In Gruppen mit Unbekannten gehen wir nicht, auch nicht auf Einladung.
Wir haben über dieses Blatt gesprochen und wissen alle, was zu tun ist.
Rakis Regel: Nicht . Nicht
. Sofort .
Lösung und Hinweise für Eltern und Lehrkräfte. Aufgabe 1: richtig gemacht haben es A und D,
falsch B (Weiterschicken ist strafbar, auch bei Kindern ermittelt die Polizei und kann Handys
sicherstellen) und C (ein Screenshot kann selbst strafbarer Besitz sein; Beweise sichert die Polizei
am Gerät). Aufgabe 2: die Reihenfolge lautet 3, 2, 4, 1. Lücken: nicht „weiterschicken“, nicht
„speichern“, sofort „zeigen“. Melden: Meldefunktion der App, Onlinewache der Polizei oder
internet-beschwerdestelle.de. Bitte auch selbst nichts weiterleiten, auch nicht warnend in
Elterngruppen. Vertrauliche Hilfe: Nummer gegen Kummer 116 111 (Kinder), Elterntelefon
0800 111 0 550. Die ganze Geschichte gibt es als Lektion auf mindlaunch.de.