MindLaunch
Sicher groß werden im Netz
Ein Elternabend mit MindLaunch
60 Minuten
Für Eltern der Klassen 3 bis 7
Ruhig statt aufgeregt
Warum dieser Abend
Wir machen heute keine Angst. Wir machen Mut.
- Für die allermeisten Kinder ist das Netz vor allem ein guter Ort.
- Sie müssen kein Technik-Profi sein, um Ihr Kind gut zu begleiten.
- Sperren enden an der nächsten Haustür. Was Ihr Kind verstanden hat, bleibt.
Begleiten wirkt länger als verbieten.
Das erste Handy
Nicht das Alter entscheidet, sondern die Reife.
- Kann Ihr Kind eine abgemachte Zeit einhalten und das Gerät wieder weglegen?
- Kommt es zu Ihnen, wenn etwas seltsam ist, statt es zu verstecken?
- Kann es kurz warten, bevor es auf eine Nachricht reagiert, die wütend macht?
In vielen Familien kommt das erste eigene Smartphone rund um den Schulwechsel, also mit zehn bis zwölf Jahren. Wenn Sie die drei Fragen noch nicht mit Ja beantworten können, ist Ihr Kind mit einem einfachen Gerät für Anrufe und Nachrichten oft besser dran.
Wenige Regeln, die halten
Fünf Sätze, die jeder im Kopf hat.
- Nachts schläft das Handy außerhalb des Kinderzimmers.
- Käufe und neue Apps nur nach Rückfrage.
- Beim Essen und bei den Hausaufgaben bleibt das Handy in der Tasche.
- Bei allem Unangenehmen komme ich zu dir. Dafür gibt es nie Ärger.
- Fotos und Nummern von anderen teile ich nur mit deren Einverständnis.
Lange Listen fühlen sich gründlich an, doch nach einer Woche erinnert sich niemand mehr an sie. Die vierte Regel ist die wichtigste von allen.
Der Bordvertrag
Aus einer Ansage wird eine Abmachung.
- Gemeinsam am Küchentisch ausfüllen und das Kind wirklich mitreden lassen.
- Beide Seiten unterschreiben, denn auch für Eltern gelten Punkte.
- Sichtbar aufhängen und nach ein paar Wochen zusammen anpassen.
Die fertigen Vorlagen finden Sie auf mindlaunch.de/materialien. Sie heißen bei MindLaunch Bordvertrag, weil die ganze Familie an Bord derselben Rakete sitzt.
Der Klassenchat
Der erste eigene Gruppenraum Ihres Kindes.
- Dort entstehen die ersten Konflikte: ein falsch verstandener Spruch, ein weitergeleitetes Bild.
- Kettenbriefe wollen nur Angst machen. Es passiert nichts, wenn man sie löscht.
- Zehn ruhige Minuten vorher lohnen sich: einstellen, wer das Profil sieht und wer Ihr Kind zu Gruppen hinzufügen darf.
Nicht jedes Bild weiterleiten. Im Zweifel lieber schweigen als mitmachen.
Wenn es gemein wird
Ruhig zuhören, sichern, melden.
Zuhören. Danken Sie Ihrem Kind, dass es gekommen ist.
Sichern. Gemeinsam Bildschirmfotos machen, bevor etwas gelöscht wird.
Melden. Zusammen blockieren, melden und die Schule einbeziehen.
Die Schuld liegt nie bei dem, der verletzt wurde.
Anlaufstellen und geprüfte Notfall-Nummern: mindlaunch.de/hilfe
Online-Spiele
Nicht das Spiel ist das Thema, sondern das Drumherum.
Fremde
In vielen Spielen kann man schreiben. Die Regel fürs Kind: keine persönlichen Daten, und ein Gespräch nie aus dem Spiel in eine andere App verlängern.
Kosten
Bunte Spielwährung verschleiert echtes Geld. Käufe im Store sperren, keine Zahlungsdaten im Kinderkonto hinterlegen, Wünsche vorher gemeinsam besprechen.
Sog
Tägliche Belohnungen und Ranglisten halten Kinder am Bildschirm. Statt Minuten zu zählen: das Ende ankündigen und gute Ausstiegspunkte verabreden.
Der stärkste Zugang bleibt Interesse: einmal mitspielen, sich die Welt erklären lassen, ehrlich staunen. Wer Experte sein durfte, erzählt später auch von dem, was schiefging.
Bildschirmzeit
Eine halbe Stunde ist nicht gleich eine halbe Stunde.
- Drei ruhige Fragen ersetzen jede Stoppuhr: Was hast du gemacht? Wie fühlst du dich jetzt? Was kommt als Nächstes?
- Zwei feste Inseln für alle: keine Geräte beim Essen, in der letzten Stunde vor dem Schlafen kommt das Handy zur Ruhe.
- Gestritten wird fast nie über den Anfang, sondern über das Aufhören. Also das Ende vorher ankündigen.
Am stärksten wirken die Inseln, wenn sie für die ganze Familie gelten. Kinder ahmen nach, wie Erwachsene mit ihren Geräten umgehen.
Der Notfall-Anker
Ein Codewort, das nur Ihre Familie kennt.
- Ein verrücktes Wortpaar, etwa lila Gießkanne. Kein Name, kein Geburtsdatum, kein Haustier.
- Nur mündlich weitergeben, an alle Generationen. Es steht nirgends im Internet.
- Immer dann danach fragen, wenn es plötzlich um Geld und Eile geht.
Bei allem Unangenehmen komme ich zu dir. Dafür gibt es nie Ärger.
Wo es Hilfe gibt
Sie müssen das nicht allein lösen.
Die Schule
Bei Streit aus der Klasse die wichtigste Adresse. Klassenleitung und Schulsozialarbeit können vor Ort etwas bewegen.
Vertrauenspersonen
Kinder brauchen neben den Eltern noch jemanden, dem sie alles sagen dürfen. Besprechen Sie zu Hause, wer das ist.
Die Hilfe-Seite
Auf mindlaunch.de/hilfe stehen geprüfte Notfall-Nummern, Beratungsangebote zum Schreiben statt Sprechen und Meldestellen, gebündelt an einem Ort.
Bitte früh fragen statt lange abwarten. Es ist immer richtig, sich Hilfe zu holen.
So geht es weiter
Alles von heute Abend zum Nachlesen.

Lernwelt: kurze Lektionen, die Ihr Kind selbst durcharbeiten kann, nach Alter sortiert.
Für Eltern: ruhige Leitfäden zum ersten Handy, zur Bildschirmzeit und zum Klassenchat.
Der QR-Code führt direkt zu den Eltern-Leitfäden. Von dort ist auch der Funk-Kanal einen Klick entfernt, mit einem kurzen Tipp pro Woche, ohne Werbung.
Werbefrei, ohne Tracking und für Familien wie für Schulen dauerhaft kostenlos.
Zum Schluss
Danke für Ihre Zeit. Jetzt sind Sie dran.
Welche Frage beschäftigt Sie gerade am meisten?
Ein Thema aussuchen, heute Abend, gemeinsam. Mehr braucht es für den Anfang nicht.